Heizölsparen
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sehr viel Geld sparen! Direkt zu den Tips » « zurück zur Serviceübersicht In unseren Breiten muß jeder an mehr als 200 Tagen im Jahr heizen. Bei den heutigen Preisen geht das ins Geld. Wußten sie schon, daß für die Wohnraumheizung einschließlich Warmwasserbereitung 1978 in der Bundesrepublik Deutschland 80,3 Mio. t Steinkohleeinheiten verbraucht wurden? Die genannte Wärmemenge entspricht pro Kopf der Bevölkerung und Jahr von · 1065 Liter leichtem Heizöl oder · 24,4 Zentnern Steinkohlenbriketts oder · 38,0 Zentnern Braunkohlenbriketts oder · 1205 cbm Erdgas oder · 10650 kWh Strom Im Winter 1978/79 wurden für die Beheizung von einem Quadratmeter Wohnfläche · in Ein- und Zweifamilienhäusern 30,3 Liter Heizöl EL und · in Mehrfamilienhäusern 28,2 Liter Heizöl EL (einschließlich Warmwasserversorgung) verbraucht. Die Wohnraumbeheizung kostete 1979 insgesamt nahezu 40 Mrd. DM! Anreiz genug, fortan "beim Heizen zu geizen".Wir wollen Ihnen helfen, weniger Geld für Heizenergie auszugeben. Sagte doch der seinerzeitige Bundeswirtschaftsminister Dr. Otto Graf Lambsdorff: "Die billigste Energie ist die, die wir nicht verbrauchen!". Mit unseren zehn Tips zum "Geizen beim Heizen" können Sie leicht 25% Ihrer Heizkosten spa-ren. Damit richten wir uns aber nicht nur an die Ölheizer. Denn: Nicht allein das Heizöl ist teurer geworden, sondern Energie schlechthin. Auch das Erdgas, dessen Vorräte geringer sind als die des Erdöls. Steinkohle und Braunkohle haben wir jedoch für den Bedarf zukünftiger Jahrhunderte. Aber auch deren Preis steigt. "Geizen beim Heizen" kann jeder ohne Verzicht auf Behaglichkeit und Komfort, wenn er die folgenden Ratschläge beachtet. Wer darüber hinaus noch mehr sparen will, muß allerdings mehr tun. (Einschlägige Informationen liefert die Informationsschrift des Bundeswirtschaftsministeriums, Villemombler Straße 76, 53123 Bonn: |
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Spartip Nr. 1: Nicht überheizen Überheizte Räume sind ungesund und kosten unnötig Energie. Jedes 1° C Raumtemperatur weniger spart 6% Heiz-kosten. Wer die Raumtemperatur von 23° auf 20° C senkt, spart fast 20%. Wird die Raumtemperatur während der Nachtzeit noch auf ca. 16° C gedrosselt, können weitere 6% an Energie und Heizkosten gespart werden. Wichtig ist, auf genügend Luftfeuchtigkeit zu achten. z.B. mit Hilfe von Wasserverdunstern oder Blumenfenstern. Feuchte Luft wirkt nämlich wärmer als trockene und ist auch gesünder. |
Spartip Nr. 2: Nicht die Umwelt heizen Abends sollten Sie Rolläden, Fensterläden und/oder Vorhänge schließen. Nicht abgedichtete Fugen an Fenstern und Türen können mit geringem Aufwand abgedichtet werden. Die erzielbare Heizkostenersparnis: Ca. 6%. |
| Spartip Nr. 3: Temperatur anpassen Nicht jeder Raum muß 20° C warm sein. Wer in nur zeitweise genutzten Räumen (z.B. Gästezimmer oder Hobbyraum) die Heizung ständig voll aufdreht, verschwendet Energie und Geld. Im Schlafzimmer können Sie mit ca. 16° C auskommen. Auch die Küche braucht nicht die volle Wärme, denn der Herd heizt mit. |
Spartip Nr. 4: Nicht dauerlüften Wer glaubt, er brauche ständig frische Luft und hält die Fenster, und sei es nur einen Spalt breit, ständig offen, der wirft sein Geld zum Fenster hinaus und vergeudet teure Wärme. Lüften Sie fortan richtig: Häufig, kurz und gründlich. Und stellen Sie vor dem Lüften die thermostatischen Heiz-körperventile auf Null, denn die reagieren auf den kleinsten kühlen Luftzug. |
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Spartip Nr. 5: Luft ablassen Gluckert es im Heizkörper, ist es Zeit, ihn zu entlüften. Dann blockiert nämlich ein Luftpolster die Zirkulation des warmen Wassers. Luftblasen ist einfach: Sie öffnen das Entlüftungs-ventil oben am Heizkörper, halten ein Gefäß darunter und warten bis die Luft heraus ist und warmes Wasser austritt. Dann muß das Ventil wieder geschlossen werden. |
Spartip Nr. 6: Heizkörpernischen nachbehandeln Häufig haben Heizkörpernischen besonders dünne Außen-wände, die Wärme geradezu schlucken. Also sollten Sie die Wand hinter dem Heizkörper mit Dämmaterial versehen. Schon eine Alu-Folie wirkt Wunder. Es bleibt mehr Wärme im Raum. |
Spartip Nr. 7: Heizung inspizieren lassen Ihr Automotor hat eine normale Lebenserwartung von 2000 Stunden. Ihre Heizungsanlage bringt es Jahr für Jahr auf 1850 Stunden Betriebszeit. Das entspricht einer Fahrleistung von 148000 km. Sie erfordert doch wohl mindestens eine Inspektion. Die Wartung der Heizungsanlage bringt mehr als der War-tungsvertrag kostet. Die Ablagerung von nur 1,5 mm Ruß im Heizungskessel verursacht einen Heizölmehrverbrauch von 6%! Heizölzusätze - auch Additive - genannt - senken den Ölverbrauch. Ihr Einsatz lohnt sich, wenn sie mit nicht mehr als 1% der Heizölbeschaffungskosten zu Buch schlagen. Wichtig: Additive können die regelmäßige Wartung der Hei-zungsanlage keineswegs ersetzen. |
Spartip Nr. 8: Autom.-Steuerung + Thermo-Ventile einbauen Die vollautomatische Heizung spart Energie und Geld. Mit witterungsgeführter Heizungsregelung und Zeitprogramm (= nächtliche Sparschaltung) sowie Thermostatventilen an jedem Heizkörper. Mit dieser Automatik vermeiden Sie das Überheizen in jeder Form ohne Komfortverzicht bei Temperaturstürzen. |
Spartip Nr. 9: Mit warmem Wasser haushalten Warmwasser kostet mehr als Sie glauben. Brauchen Sie eigentlich 85° C warmes Wasser? Ihre Heizungsanlage liefert Ihnen viel billiger Warmwasser mit 70° C. 60% Ihres Warmwasserbedarfs brauchen Sie zum Baden. Ein sechs Minuten langes Duschbad kostet nur ein Drittel der Energie eines Vollbades. Oder: mit einer Wanne Badewasser können drei Familienmitglieder duschen. |
Spartip Nr. 10: Tropfende Hähne abstellen ein tropfender Wasserhahn (10 Tropfen/Minute) kostet Sie im Monat ca. 170 l Wasser. Das sind 2040 l im Jahr. Je nach Anlage der Warmwasserbereitung kostet ein tropfender Wasserhahn jährlich zwischen 20,- und 60,- DM. Deshalb. Tropfende Warmwasserhähne sollten Sie schleunigst abdichten. Und noch eines: Sparen bringt mehr als Umstellen! Die aufwendige Umstellung lohnt nur, wenn Sie sich eine neue Heizung einbauen lassen (z.B. im Neubau). Dann sollten Sie aus Gründen der Versorgungssicherheit eine Anlage wäh-len, in der Sie nicht nur Heizöl, sondern auch Kohle, Briketts und sogar Holz verbrennen können. Nach dem Motto: Eigener Vorrat = sichere Wärme? = Behaglichkeit. |
| Unbestreitbar bleibt: "Geizen beim Heizen" zahlt sich aus. Heizöl ist auch noch morgen die Nr. 1 auf dem Wärmeenergiemarkt. |